WO DIE HEIDE ENTWICKELT WIRD – FFH-GEBIET LEUSCHEIDER HEIDE
Das nach der Flora- Fauna- Habitatrichtlinie ausgewiesene FFH-Gebiet „Leuscheider Heide“ erstreckt sich über eine Distanz von ca. 8 km, von Kircheib im Westen bis Rimbach im Osten an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen, wo weitere Gebiete ähnlicher Lebensraumausstattung angrenzen. Es ist ca. 1138 ha groß und ein Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“.
Der überwiegende Teil des Schutzgebietes ist bewaldet, bedeutend sind jedoch auch die Offenlandbereiche der Moore, Heiden und Waldwiesen. Auf verbreitet feuchten und nassen sowie bodensauren Standorten haben sich geschützte Lebensräume wie Quellwaldbereiche, Moore mit Seggenrieden, Moor- und Zwergstrauchheiden, Feucht- und Nasswiesen sowie verschiedene Laubwaldtypen (vor allem Feuchtwälder) ausbilden können. Zentrales Ziel der Ausweisung ist die Erhaltung der Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder und der bachbegleitenden Laubwälder sowie der Quellen, Quellbäche und Bäche.
Priorität hat die Förderung der Moorheiden, die landesweite Bedeutung besitzen. Typische Pflanzenarten für Moorheiden sind z.B. der Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), die Glockenheide (Erica tetralix), die als Zielart des Gebietes gilt, das Heidekraut (Calunna vulgaris) und verschiedene Torfmoosarten (Sphagnum spec.) . Zur Regeneration der Heide, der Erhöhung des Artenreichtums und der Offenhaltung der Fläche werden diese mit Heidschnucken und Angoraziegen im Rahmen einer Umtriebsweide beweidet.
Zu den besonders schützenswerten Tierarten im Gebiet gehören u.a. Kleiner Eisvogel, Blauer Eichen- Zipfelfalter, Blauflügel und Gebänderte Prachtlibelle, Sumpf-Grashüpfer, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Habicht, Haselhuhn, Rotmilan und Schwarzstorch.
Zur Erhöhung des Artenreichtums der Heide wurden hier Heidschnucken und Angoraziegen im Rahmen einer Umtriebsweide beweidet.